Ist Silica sicher?


Die von Evonik hergestellten, synthetisch amorphen Silica-Typen sind sicher, sowohl in der Herstellung und Verarbeitung als auch für den Verbraucher. Jahrzehntelange Erfahrung und viele Studien stützen die Aussage, dass Silica-Typen von Evonik ungefährlich sind.
Der Begriff „Silica“ ist jedoch sehr weit gefasst. Natürlich gibt es einige Formen von Silica, die bei gewissen Anwendungen gefährlich sein können. So kann kristalline Silica, wenn sie eingeatmet wird, Schäden im Körper verursachen.

Das möchte ich genauer wissen!

Synthetisch-amorphe Silica (SAS) wird in einer Vielzahl von Produkten und Prozessen eingesetzt. Weder bei der einmaligen, noch bei der wiederholten Aufnahme, auch hoher Dosen, gibt es Anhaltspunkte für eine organ-, gewebe-, oder erbgutschädigende Wirkung. Schädigende Wirkungen auf Fortpflanzung oder Entwicklung wurden ebenso wenig gefunden, wie Schädigungen des Immun- oder Nervensystems. Entsprechend sind keine Höchstmengen für die zulässige tägliche Aufnahme (acceptable daily intake, ADI) festgesetzt. SAS reizt weder Augen noch Haut. Es ist aber bekannt, dass es bei der Herstellung von SAS nach langfristig wiederkehrendem Hautkontakt zu Austrocknung und der Begünstigung von Ekzemen kommen kann. Diese Reaktionen lassen sich durch Hautschutz am Arbeitsplatz vermeiden. Bei Kontakt mit Silica in Verbraucherprodukten sind solche Auswirkungen nicht zu erwarten, da SAS hier nicht in reiner Form vorliegt. Aus den Daten arbeitsmedizinischer Untersuchungen in den Jahrzehnten der Herstellung und Nutzung ergeben sich keine Anhaltspunkte für ein allergieauslösendes Potenzial. Es wurde über keinen einzigen Fall einer Kontaktallergie berichtet.


In Inhalationsstudien an der Ratte führte SAS nicht zu dauerhaften Veränderungen in der Lunge oder zu mit der Silikose vergleichbaren fortschreitenden Schäden (Reuzel et al., Food Chem. Toxicol. (1991). Dies wurde jüngst durch eine unabhängige, erneute Auswertung der älteren Studiendaten nach derzeitig gültigen Standards bestätigt. 
In epidemiologischen Studien an langzeitexponierten Arbeitern wurden ebenfalls keine Hinweise auf eine Silikose gefunden, unter realistischen Expositionsbedingungen sind keine Schädigungen zu erwarten. Die verfügbaren Daten lassen auch keine Hinweise auf Lungenkrebs oder andere dauerhafte Erkrankungen der Atemwege erkennen.


Synthetisch-amorphe Silica kann unter Einhaltung einer guten Arbeitshygiene und Beachtung der geltenden Arbeitsplatz-grenzwerte sicher gehandhabt werden. In Deutschland darf derzeit (Januar 2017) ein Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) von 4 mg/m3 (einatembarer Staubanteil) nicht überschritten werden (andernorts geltende Belastungsrichtwerte am Arbeitsplatz sind den jeweiligen Sicherheitsdatenblättern zu entnehmen). Kann dieser Grenzwert nicht gewährleistet werden, sind örtliche Absaugvorrichtungen anzubringen oder Staubschutzmasken zu tragen.