Was ist Silica - und wie unterscheiden sich die verschiedenen Silica-Typen?

 „Silica“ ist die gängige Bezeichnung für Siliciumdioxid (SiO2). Im deutschen Sprachgebrauch wird auch oft der Begriff „Kieselsäure“ verwendet. In der Natur kommt SiO2 sehr häufig vor, zum Beispiel als Quarz in Gesteinen oder als Sandkörner. Auch Pflanzen und Tieren kommt dieses Mineral zu Gute, dem Ackerschachtelhalm beispielsweise gibt es Stabilität.
Bei Evonik wird ausschließlich synthetisch amorphe Silica hergestellt, kurz SAS. Die verschiedenen Silica-Typen von Evonik unterscheiden sich in ihren charakteristischen Merkmalen, wie zum Beispiel der Partikelgröße oder der Oberflächenbehandlung. Dadurch entstehen verschiedene Eigenschaften für die unterschiedlichsten Anwendungen. Silica Effekte: AEROSIL®, SIPERNAT®
Silica-Typen zum Beispiel, die als Fließhilfsmittel eingesetzt werden, sind in der Regel sehr feinteilig. Sie sorgen dafür, dass ein Pulver gleichmäßig rieseln kann und nicht verklumpt. Im Gegensatz dazu stehen Trägerkieselsäure-Typen, die angewendet werden, um flüssige Stoffe zu absorbieren und dadurch pulverförmig zu machen. Sie bestehen üblicherweise aus eher groben, frei fließenden Partikeln. Das sind nur zwei Beispiele - wenn man genauer hinsieht, merkt man, dass Kieselsäure im Alltag nicht wegzudenken ist.

Das möchte ich genauer wissen!

Sowohl in der Natur als auch künstlich hergestellt gibt es Silica-Typen mit kristalliner und amorpher Struktur. Quarz z.B. ist ein kristallines Siliciumdioxid, die in Pflanzen eingelagerte Silica dagegen ist amorph. Die Struktur dieser eingelagerten Silica kann dabei der von Synthetischer Amorpher Silica (SAS) zum Verwechseln ähnlich sehen. Während kristalline Silica eine geordnete Kristallgitter-Struktur hat, ist amorphe Silica strukturlos. Dadurch unterscheidet sie sich nicht nur in ihren physikalischen sondern auch in ihren toxikologischen Eigenschaften wesentlich von denen des kristallinen SiO2. Von amorpher Silica geht keine Gefahr aus.

Frage 14_Was ist Silica